VITAMIN B6: PRÄVENTION UND THERAPIE
Vitamin B6, auch Pyridoxin genannt, wird aus der Nahrung aufgenommen und im Körper zu seiner aktiven Form als Koenyzm Pyridoxal-5-Phosphat (PLP) umgeformt. PLP ist die häufigste Form von Vitamin B6 in der Blutbahn und wirkt als Koenzym bei mehr als 100 metabolischen Prozessen im Körper.
Die Vitamin-B6-Speicher im gesamten Körper sind nicht sehr umfangreich (nur ca. 150 mg), sodass eine regelmässige tägliche Zufuhr an Vitamin B6 unumgänglich ist, wenn man Mangelerscheinungen vermeiden möchte.
Rauchen, Alkohol- und Kaffeekonsum beeinträchtigen den Vitamin-B6-Status im Körper und können zu Mangelerscheinungen führen. Die Einnahme vieler, weit verbreiteter Medikamente, auch oraler Kontrazeptiva (Pille), kann den Vitamin-B6-Status verschlechtern und Mangelerscheinungen verursachen.
Ein Vitamin-B6-Mangel tritt oft als Begleiterscheinung von vielen chronischen Krankheiten wie Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Nierenversagen, rheumatische Arthritis sowie Brust-, Blasen- und Lymphdrüsenkrebs auf.
Ältere Menschen neigen zu einer Vitamin-B6-armen Ernährung. Ausserdem verwerten sie Vitamin B6 schlechter als jüngere Menschen. Ein erhöhtes Risiko für Mangelerscheinungen ist die Folge.
ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN
Asthma.
Eine Behandlung mit Vitamin B6 kann die Schwere und die Häufigkeit von Asthmaanfällen bei Kindern und Erwachsenen herabsetzen.
Prämenstruelles Syndrom.
Vitamin B6 kann Symptome des PMS wie Stimmungsschwankungen, Endemie, Akne, Empfindlichkeit der Brüste mildern.
Karpaltunnelsyndrom.
(Eine Nervenstörung in den Händen, die sich in Schwäche, Gefühlslosigkeit und Schmerzen in den Fingern äussert) kann mit Vitamin B6 behandelt werden.
Nierensteine.
Vitamin-B6-Supplemente reduzieren die Abgabe von Oxalat an den Urin. Die Bildung von Kalzium-Oxalat-Steinen in der Niere kann durch Vitamin-B6-Supplemente verhindert werden.
Arteriosklerose.
Vitamin B6 hat mehrfach positiven Einfluss bei der Prävention und der Behandlung von Koronarsklerose und Zerebralsklerose: es vermindert die Thrombozytenaggregation, senkt das LDL-Cholesterin und erhöht das HDL-Cholesterin. Zudem reduziert es den Homocystein-Spiegel im Blut. Homocystein ist ein unerwünschter Metabolit innerhalb des Methionin-Stoffwechsels und gilt als Arteriosklerose-Indikator.